Craniosacrale Therapie

Möchtest du noch etwas zur Entstehungsgeschichte der Craniosacralen Therapie (CST) bzw. Cranialen Osteopathie wissen?

Cranio kommt vom Wort Cranium, das bedeutet Schädel. Sacral stammt vom Wort Sacrum, das Kreuzbein, ein aus fünf zusammengewachsenen Wirbelkörpern bestehender Knochen, der mit dem Steißbein das untere Ende der Wirbelsäule bildet.


Die Craniosacrale Therapie hat ihre Wurzeln in der Osteopathie, die von von dem US-amerikanischen Arzt Dr. Andrew Taylor Still (1828 – 1917) entwickelt wurde.
 Er war Sohn eines Methodisten Pfarrers, oft bei Reisen zu den amerikanischen Ureinwohnern dabei und lernte viel von deren Lebensphilosophie und Heilmethoden. Auch die schwarz-afrikanischen Sklaven werden ihn beeinflusst haben.
Von ihnen hatte er die Nähe zur Natur und Achtung vor Mutter Erde und Einbindung in etwas Größeres, Weiseres als unseren menschlichen Verstand.
Andrew Taylor Still verlor 1864 seine erste Ehefrau Mary Elvira Still sowie drei seiner Kinder an eine Epidemie der spinalen Meningitis (Hirnhautentzündung). Dieses traumatische Ereignis gilt als einer der entscheidenden Auslöser dafür, dass Still die damalige Medizin grundlegend hinterfragte – ein Weg, der später zur Begründung der Osteopathie führte.
Auch die Theosophie beeinflusste sein Tun, er galt als ein sog. "Tranceheiler" (ein Heiler, der sich im Nachhinein nicht erinnern kann), bis er bei einer Cholera Epidemie - nur halb in Trance fiel - und dadurch seine Behandlung replizieren konnte, um vielen Menschen zu helfen wieder gesund zu werden. 1874 begründete er die Osteopathie.
Die Craniosacrale Therapie ist eine Fortführung der Cranialen Osteopathie, zurückzuführen auf Dr. William Garner Sutherland, (1873-1954). Sie ist zu einer eigenständigen Form manueller Körpertherapie gewachsen, die von der Körper-Geist-Seele-Einheit
des Menschen ausgeht und psychische und spirituelle Qualitäten mit einbezieht.


Von Kraft und Sanftheit des Meeres im Körper (Elisabeth Bohrer)

„...mit fühlenden, sehenden, denkenden Fingern…“ hat der US-amerikanische Arzt Dr. Andrew T. Still im 19. Jahrhundert die Osteopathie begründet.

Als eine Form der manuellen Diagnostik und Therapie ist sie mittlerweile international bekannt. Als eine ganzheitliche Erfahrungsmedizin stellt sie den Menschen in seiner Körper-Geist-Seele-Verbindung in den Mittelpunkt. Stills Schüler D.O. William G. Sutherland entdeckte die craniosacralen Zusammenhänge und entwickelte die Craniosacrale Osteopathie. Diese wurde im Laufe der Jahrzehnte zur eigenständigen therapeutischen Methode.

Die Craniosacrale Therapie hat so ihre Wurzeln in der Osteopathie und ist eine sehr sanfte Form der Körperarbeit, die auf den Craniosacralen Rhythmen basiert. In seiner langsamsten und feinsten Frequenz ist dieser zarte Körperrhythmus ein Ausdruck universeller Lebenskraft („Atem des Lebens“), der über die physiologische Bewegung der Hirn- und Rückenmarkshautflüssigkeit vermittelt wird. Er ähnelt der Gezeitenbewegung bzw. der regelmäßigen Wellenbewegung eines ruhigen Meeres. Diese Bewegungen bzw. Einschränkungen davon können im Körper palpiert, die Fähigkeit zur Selbstregulation unterstützt und Heilungspotential erinnert werden.

Feine Methoden in Form von haltenden Griffen und sanften Impulsen, die sich stets am Körper orientieren, initiieren Lösungsprozesse.

Mittels der Hände, der Berührung, weichem Focus und weitem Wahrnehmungsfeld geht es um neue Balancen und Ausgleich körperlicher Spannungs- und Hypotoniemuster: um Beweglichkeit von Gelenken und Suturen, Dynamiken der Flüssigkeit, Mobilität und Motilität von myofaszialen, neurovegetativen und viszeralen Strukturen sowie um lebendige Stille.

Das Wirkungsfeld ist breit gefächert: tiefgehende Entspannung durch Lösung bindegewebiger, muskulärer und viszeraler Restriktionen; Anwendung bei bspw. Migräne, hormonellem Ungleichgewicht, Kopfschmerzen, Rückenleiden, Seh- und Hörstörungen, Kiefergelenksbeschwerden, Verdauungsproblemen etc.; mögliche Bearbeitung von Unfall- und Stressfolgen aller Art sowie physischer und emotionaler Traumata.


In unseren Aus- und Fortbildungskursen möchten wir den Geist der "alten" Osteopathen mit modernen Formen der Behandlung und Meditation verbinden. Wir freuen uns auf Dich!